Das Alter kommt auf seine Weise....

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Ich treffe wen und nicke, weil er grüßt,
wenn ich nur seinen Namen wüßt'?
Ich forsche, denke nach,
nichts rührt sich da zu meiner Schmach.
Da sag' ich mir ganz still und leise -
das Alter kommt auf seine Weise.

Vom dritten Stock steig' ich herunter,
geh auf die Straße frisch und munter.
Da plötzlich frag' ich mich verdrossen,
hab ich auch wirklich abgeschlossen?
Du könntest schwören einen Eid,
steigst doch hinauf zu deinem Leid.
Da sag' ich mir ganz still und leise –
das Alter kommt auf seine Weise.

Brauchst du mal etwas aus dem Schrank -
der gut gefüllt ist – Gott sei Dank!
Kaum hast geöffnet du die Tür,
da fragst du dich: Was wollt ich hier?
Verstört bist du, dass in Sekunden,
was du vorgehabt, entschwunden.
Da ruft es aus dem Hinterhalt –
Mensch, jetzt wirst du wirklich alt

Benutzt du mal dein Bügeleisen
und gehst anschließend gleich auf Reisen,
drei Wochen bangst du, ungelogen –
hab ich den Stecker raus gezogen?
Sitzt der noch etwa in der Wand?
Bin ich inzwischen abgebrannt?
Da ruft es aus dem Hinterhalt –
Mensch, jetzt wirst du wirklich alt

Und kommst du dann woanders hin,
bewegst du gleich in deinem Sinn,
dein Sparbuch bestens zu verstecken,
damit kein Dieb es kann entdecken.
Brauchst du dann Geld hast du indessen,
den heimlich Platz total vergessen.
Oh Gott, stöhnst du ganz starr vor Schreck,
was soll ich tun, mein Geld ist weg!
Da ruft es aus dem Hinterhalt –
Mensch, jetzt wirst du wirklich alt

Zum Frühstück nimmst du drei Tabletten,
die sollen dein Gedächtnis retten.
Du fragst dich plötzlich ganz benommen,
hab ich sie eigentlich genommen?
Ja ist mein Denken denn noch dicht?
Und zwei mal nehmen darf ich nicht.
Da ruft es aus dem Hinterhalt –
Mensch, jetzt wirst du wirklich alt

Ich muss nicht mehr dem Glück nachjagen,
kann friedvoll umgehen mit den Tagen.
Kann reisen wann ich will und bleiben,
mit Spaß und Spiel die Zeit vertreiben.
Kann Sympathie verstreun und Freundschaft pflegen
mich selbst und mein Wehwehchen hegen.
Da sag ich mir ganz still und leise:
Nun Alter, komm und mach mich Weise!

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Meinungen

#1
:nod:
#2
auch das ist nicht von ihr!!!!!!!
#3
:cool::D;):) cooles ding bin zwar erst 16 aber glaub wert au schon alt.
is quasi mein tagesablauf^^
#4
voll cool, hört sich gut an :):):):):):):):):):):):):)
#5
;) Ich habe das Gedicht anlässlich 80. Geburtstag meiner Mutter vorgelesen und einen Schwall von heiteren, guten Gefühlen geerntet. Manche wollten eine Kopie (auch viel jüngere). Kommentare: "ein Gedicht, das man oft gebrauchen kann", "so treffend und feinfühlig". Auch später noch kamen Kommentare, weil die darin beschriebenen Situationen auch konkret öfters erlebt werden.

Ich empfand den Refrain als sehr sinnig, zumal er am Ende abgeändert als Bejahung zum Alter wieder aufgenommen wird. Das Gedicht zeugt von viel Empathie und endet in einer langen Strophe, welche immer mehr ins Besinnliche geht. Darum ist das Alter ja auch erträglich, weil es gerechter mit dem Leben umgehen und "geistreicher" über die sogenannten Schwachpunkte im Alter hinwegsehen vermag.
#6
;) Ich habe das Gedicht anlässlich 80. Geburtstag meiner Mutter vorgelesen und einen Schwall von heiteren, guten Gefühlen geerntet. Manche wollten eine Kopie (auch viel jüngere). Kommentare: "ein Gedicht, das man oft gebrauchen kann", "so treffend und feinfühlig". Auch später noch kamen Kommentare, weil die darin beschriebenen Situationen auch konkret öfters erlebt werden.

Ich empfand den Refrain als sehr sinnig, zumal er am Ende abgeändert als Bejahung zum Alter wieder aufgenommen wird. Das Gedicht zeugt von viel Empathie und endet in einer langen Strophe, welche immer mehr ins Besinnliche geht. Darum ist das Alter ja auch erträglich, weil es gerechter mit dem Leben umgehen und "geistreicher" über die sogenannten Schwachpunkte im Alter hinwegsehen vermag.

Kritik:
Sorry nur, dass es nicht genau mit dem Original übereinstimmt:
"Nun Alter komm, und mach mich weise" ist nun mal viel schöner, auch "aus dem Hinterhalt tönt es ..." finde ich als wording nicht kunstgerecht genug.
#7
:D:D:nod::p:);););):eek:COOOOOOLLLLLL
#8
Das Gedicht,in polnischer Sprache, habe ich waehrend meines Urlaubes in Polen gelesen.Uebersetzt wurde das Gedicht vom Tadeusz Rejniak im Jahr 2000.
#9
traurig ist es, wenn man Gedichte von Anderen als sein eigenes ausgibt , dafür kann ich kein Verständnis haben, sorry, Du tust mir echt leid!
#10
Ist es nicht egal ob vom mir oder dir ??? Man merkt erst wie gut ein Gedicht ist- wenn es oft kopiert und abgeschrieben wird.
Ich Liebe gute Gedicht und sammle alle in einen großen Buch.
#11
5
#12
abgefuckt aber eigentlich ganz in ordnung. awas mann. so nen schwachsinn hab ich in meinem leben noch net gelesen....so ein scheißdreck... aja du weißt gar nix mehr...alter sack!!!
#13
wunderbar - genau so ist es.
Ein traumhaftes Poem!!!!
#14
sehr gut
#15
ja, so ist es - und so dürfen wir fein lächeln über uns selber.
es tut gut.

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