Herr Hoven und die Beet-Rüben 5


Herr Hoven und die Be(e)t-Rüben


Herr Hoven stand vor seinem Beet
und pflückte rote Rüben,
sodann hat er sich umgedreht
und sprach: „Ich muß jetzt üben.“

Er setzte die Perücke auf
mit feinsten Pastenquasten
und führte wilde Stücke auf
an seinem Tastenkasten.

Herr Hoven schwelgte am Klavier
und klimperte Sonaten.
Er trank auch gern ein kühles Bier
und liebte guten Braten.

Auch Rote Bete tischte man
ihm auf in rauhen Massen,
bald stimmte er die Arie an
„O Wind, ich muß dich lassen!“

Es ging ihm schrecklich, wie es schien,
Herr Hoven rang um Worte.
Die roten Bete blähten ihn
mal piano und mal forte.

„O Herr, du strafst mich fürchterlich!“,
begann er brav zu beten,
„die Rüben, die beginnen mich
gar schrecklich durchzukneten!“

Er wetterte: „Ich hab’ gehört,
man muß die Rüben hacken,
doch jetzt ist mein Gedärm gestört
und ich muß ständig k...ichern !“

Herr Hoven litt am Magenkrampf,
der übel ihn erschüttert,
drum wurd’ der Rest vom Rübenstampf
im Taubenschlag verfüttert.

Herr Hoven sah vor Beten rot,
erzürnt in höchstem Maße,
und rief in allerhöchster Not:
„Zum Teufel mit dem Fraße!“

Der Herrgott sprach: „Du Bösewicht,
dir fehlt ’s am rechten Glauben!
So spottet man mit Rüben nicht,
auch hab’ Respekt vor Tauben!

Damit du ’s künftig besser weißt,
du Mensch mit niedren Weihen,
wird alsbald dir der heil’ge Geist
die Taubenschaft verleihen.“

Herr Hoven rief: „Verzeih’ o Herr!“,
obwohl es ihn empörte,
worauf vom eigenen Geplärr
er alsbald nichts mehr hörte.

Da war Herr Hoven aufgeregt
und gab sich ziemlich schrecklos.
Auch betete er unentwegt,
doch blieb das fortan zwecklos.

Herr Hoven hatte nun den Lohn,
des Rüben-Lästerns üblich:
Er endete als Schutzpatron
der Tauben. Wie be(e)t-rüb-lich!

Herr Hoven macht, sieht man ’s bei Lichte,
seitdem als „Be(e)t-Hoven“ Geschichte.

Hans-Georg v. Rantzau
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4.69/5 basierend auf 13 Stimmen

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0 Meinungen
31.05.2012 - 03:37:43:
Wer offensichlich keine Ahnung hat, wer Beethoven war, sollte hier nicht den Zensor spielen.


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