Der Zug des Lebens 5

Der Zug des Lebens
Der Zug des Lebens…

Das Leben ist wie eine Reise im Zug:
Man steigt oft ein und aus, es gibt Unfälle,
bei manchem Aufenthalten angenehme Überraschungen
und tiefe Traurigkeit bei anderen.
Wenn wir geboren werden und
in den Zug einsteigen treffen wir Menschen,
von denen wir glauben, dass sie
uns während unserer ganzen Reise begleiten werden:
„Unsere Eltern.“
Leider ist die Wahrheit eine andere.
Sie steigen bei einer Station aus
und lassen uns mit ihre Liebe und Zuneigung,
aber mit ihre Freundschaft und Gesellschaft zurück.
„Flügge geworden.“
Allerdings steigen andere Personen,
die für uns sehr wichtig werden, in den Zug ein.
Es sind unsere Geschwister, unsere Freunde
und diese wunderbaren Menschen,
die wir lieben.
Manche der Personen die einsteigen,
betrachten die Reise als kleinen Spaziergang.
Andere finden nur Traurigkeit auf ihrer Reise.
Und es gibt wieder Andere im Zug,
die immer da und bereit sind, denen zu helfen,
die Hilfe brauchen.


Manche hinterlassen beim Aussteigen
eine immerwährende Sehnsucht...
weil uns da bewusst wird, dass wir sie lieben,
doch dann wird es zu spät sein,
weil wir es ihnen nie gesagt haben oder uns
zu deren entgegen gebrachten Gefühlen nicht bekannt haben.
„Zu lange geschwiegen“
Manche steigen ein, und wieder aus,
und wir haben sie kaum bemerkt…
„Unbedeutend und uninteressant.“
Es erstaunt uns, dass manche der Passagiere,
die wir am liebsten haben,
sich in einen anderen Wagon setzen
und uns die Reise in diesem Abschnitt alleine machen lassen.
„Weil wir blind sind die Liebe zu sehen.“
Selbstverständlich lassen wir uns nicht davon abhalten,
die Mühsal auf uns zu nehmen, sie zu suchen
und uns zu ihrem Wagon durchzukämpfen.
Leider können wir uns dann doch nicht zu ihnen setzen,
da der Platz an ihrer Seite schon besetzt ist.
„Chance nicht erkannt, alleine sein ist der Preis“
Macht nichts, so ist die Reise:
voll von Herausforderungen, Träumen, Fantasien, Enttäuschungen,
Hoffnungen, Schmerzen und Abschieden... aber ohne Rückkehr.
Also, machen wir die Reise auf die bestmögliche Weise.
Versuchen wir mit unseren Mitreisenden gut auszukommen,
und suchen wir das Beste in jedem von ihnen.
Erinnern wir uns daran, dass in jedem Abschnitt der Strecke
einer der Gefährten schwanken kann
und möglicherweise unser Verständnis braucht.
Auch wir werden öfter schwanken
und es wird jemanden geben, der uns versteht.
Das große Mysterium der Reise ist, dass wir nicht wissen,
wann wir endgültig aussteigen werden,
und genauso wenig, wann unsere Mitreisenden aussteigen werden,
nicht einmal der, der gleich neben uns sitzt.
Ich glaube, ich werde wehmütig sein,
wenn ich aus dem Zug für immer aussteige... Ich glaube ja.
„Nicht zu meinen Gefühlen bekannt, es dem Anderen NIE gesagt.“
Die Trennung von einigen Freunden,
die ich während der Reise traf, wird schmerzhaft sein.
Meine Tiere und Kinder allein zu lassen, wird sehr traurig sein.
Aber ich habe die Hoffnung,
dass irgendwann der Zentralbahnhof kommt,
und ich habe das Gefühl, sie ankommen zu sehen,
mit Gepäck, das sie beim Einsteigen noch nicht hatten.
Was mich glücklich machen wird, ist der Gedanke,
dass ich mitgeholfen habe, ihr Gepäck
zu vermehren und wertvoller zu machen.
Schauen wir darauf, dass wir eine gute Reise haben
und dass sich am Ende die Mühe gelohnt hat.
Versuchen wir, dass wir beim Aussteigen
einen leeren Sitz zurücklassen,
und Sehnsucht und schöne Erinnerungen
bei den Weiterreisenden hinterlässt.
Denen, die Teil meines Zuges sind, wünsche ich eine
Gute Reise!
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